Bluthochdruck -Todesursache #1 in Deutschland

Die stille Gefahr, von der jeder weiß und die jeder ignoriert...

Bluthochdruck -Todesursache #1 in Deutschland 

 

Ein erhöhter Blutdruck ist eine stille Gefahr. Die meisten wissen das.  Wie ist es dann möglich, dass jeder dritte in Deutschland einen überhöhten Blutdruck hat? Warum wird nur jeder 2oste Patient erfolgreich behandelt?

Die Folgen sind nicht gerade lustig. Bluthochdruck ist wirklich schlecht für die Blutgefäße. Deswegen ist Bluthochdruck auch einer Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von und Herz- und Kreislauferkrankungen – in Deutschland DIE Todesursache Nummer eins.

Dabei wäre es so leicht die Gefahren zu reduzieren. Zwei entscheidende Faktoren: Eine gesunde Lebensweise und, falls das nicht ausreicht, eine auf den Patienten individuell abgestimmte Therapie.

Was ist Blutdruck?

Unser Herz ist wie eine Pumpe. Es zieht sich zusammen, befördert das Blut durch die Arterien und somit durch den ganzen Körper. Die Gefäße verhalten sich so in etwa wie ein Gartenschlauch. Die Pumpleistung des Herzens und der Widerstand der Gefäße ergeben zusammen den Blutdruck.

Der obere Wert entspricht dem Druck im Augenblich des Zusammenziehens des Herzmuskels. Danach entspannt sich der Herzmuskel wieder und der Blutdruck sinkt wieder auf seinen unteren Wert.

 

Wann habe ich nun Bluthochdruck (=Hypertonie)

Ganz wichtig: Schwankungen im Laufe des Tages gehören einfach dazu, denn der Blutdruck passt sich immer den Bedürfnissen an: Bei körperlicher Anstrengung braucht der Körper einfach mehr Sauerstoff und mehr Nährstoffe – deswegen ist hier auch ein gewisser Druck nötig. Ist das nicht mehr der Fall, dann geht auch der Blutdruck wieder zurück. Von einem zu hohem Blutdruck spricht man dann, wenn man regelmäßig Werte von über 140/90 mm HG hat. Die Messungen sind an mindestens drei verschiedenen Tagen zu jeweils drei unterschiedlichen Tageszeiten durchzuführen, um wirklich aussagekräftige Werte zu erhalten.

 

Was sind die Gründe für einen zu hohen Blutdruck?

Neun von zehn Blutdruck-Patienten haben die Veranlagung dazu vererbt bekommen. So sagt man es zumindest in den gängigen Medien. Ausgelöst wird die Krankheit jedoch durch die Lebensgewohnheiten. Stress, Übergewicht, fehlende Bewegung, zu viel Salz, Kaffee und Alkohol sorgen für einen überhöhten Blutdruck. Es ist gesichert, dass eine gesunde Lebensweise den Blutdruck wieder in Ordnung bringt. In den allermeisten Fällen. Bei Rest der Patienten, bei denen auch eine gesunde Lebensweise nichts nützt, hat der Blutdruck eine andere Erkrankung als Ursache (z.B. Nierenerkrankung, Schilddrüse,…)

Anzeichen für Bluthochdruck

Bluthochdruck tut nicht weh und verursacht in den allermeisten Fällen auch keine Beschwerden. Viel Patienten leben deshalb Jahre lang mit einem hohen Blutdruck, ohne es zu wissen.

 

Sollten Symptome wie Gesichtsrötung, Schwindel, Kopfschmerz, Atemnot oder Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt. Das sind typische Warnsignale, die Sie nicht ignorieren dürfen. Damit am besten nie in so eine Situation geraten, lassen Sie sich bei jedem Arztbesuch und auch in Ihrer Apotheke regelmäßig messen.

 

Welche Risiken bestehen bei erhöhtem Blutdruck?

Dauerhaft hoher Blutdruck stellt eine schwere Belastung für die Blutgefäße, das Gehirn, das Herz und die Nieren dar. Die Folgeerscheinungen sind katastrophal. Eine verminderte Leistungsfähigkeit der Nieren und des Herzens, schmerzhafte Durchblutungsstörungen in den Beinen (Schaufensterkrankheit), Schäden an der Netzhaut im Auge, Arteriosklerose mit ihren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Tritt eine Hypertonie im Verlauf einer Schwangerschaft auf, drohen eine Wachstumsverzögerung oder sogar der Tod des ungeborenen Kindes.

 

Möglichkeiten zur Behandlung

Die sekundäre Hypertonie ist nicht heilbar. Sie bedarf einer langfristigen und für den Patienten gut verträglichen Therapie.

Es gibt mehrere Gruppen von Blutdruck senkenden Mitteln. Dazu zählen im WesentlichenDiuretika, Betablocker, Kalzium antagonisten, Alpha-1-Blocker, ACE-Hemmer und Angiotensin-2-Antagonisten. Aus diesen Gruppen wählt Ihr Arzt ein für Sie geeignetes Medikament aus. Jeder Mensch so individuell wie nur möglich therapiert werden, damit es ihm nachher in jeder Hinsicht besser geht.

Patienten, die unter einer primären Hypertonie leiden, sollten neben einer eventuell medikamentösen Begleittherapie vor allem ihre Lebensgewohnheiten überprüfen und sich an den folgen zehn Punkten orientieren.

 

10 Grundregeln für Blutdruck-Patienten

  1. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck, entweder beim Arzt, in der Apotheke oder mit einem Selbstmessgerät. Wir empfehlen Ihnen ein Gerät mit Oberarmmanschette, um möglichst genaue Werte messen zu können.
  2. Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen Ihres Arztes. Nur eine regelmäßige Einnahme der Blutdrucksenkenden Medikamente führt zu einer dauerhaften Absenkung der Werte.
  3. Bemühen Sie sich, Übergewicht abzubauen. Nehmen Sie langsam, aber dafür stetig ab.
  4. Schränken Sie den Alkoholgenuss ein.
  5. Stellen Sie das Rauchen ein.
  6. Gehen Sie in der Küche sparsam mit Salz um. Ersetzen Sie es zum Beispiel vermehrt durch Gewürze. Verzichten Sie auf salzreiche Lebensmittel wie rohen Schinken, Salami, Fertiggerichte. Beim Kauf von Mineralwasser bevorzugen Sie natriumarme Marken.
  7. Essen Sie reichlich frisches Obst und Gemüse.
  8. Verwenden Sie zum Braten und Kochen hochwertige pflanzliche Öle anstelle von tierischen Fetten.
  9. Treiben Sie regelmäßig Sport. Als besonders günstig haben sich Ausdauersportarten wir Rad fahren, Walking, Joggen und Schwimmen erwiesen.

10. Sorgen Sie im Alltag für Ruhepausen und bauen Sie Stress ab.

Klingt alles sehr banal. Ist es auch.

 

Den Blutdruck richtig messen

 

Als Hochdruckpatient wissen Sie um die Bedeutung der Selbstkontrollen. Sie zeigt Ihnen und Ihrem Arzt, ob die Dosierung Ihrer Medikamente optimal gewählt ist. Halten  Sie vor jeder Blutdruckmessung eine kurze Ruhepause von mindestens fünf Minuten ein.

  • Nehmen Sie die Messung im Sitzen vor. Bei einer Messung am Handgelenk muss der Arm so gehalten werden, dass sich das Messgerät auf Herzhöhe befindet. Bei einer Messung am Oberarm muss sich die Manschette auf Herzhöhe befinden und der Arm darf nicht herabhängen.
  • Messen Sie den Arm mit dem höheren Druck (häufig rechts). Um vergleichbare Werte zu erhalten, sollten Sie immer am gleichen Arm messen.
  • Die Kleidung darf oberhalb der Manschette nicht einschnüren. Die von Luft entleerte Manschette wird fest, aber nicht abschnürend um den bequem gelagerten Oberarm oder das Handgelenk gelegt.
  • Eine Wiederholung der Messung sollte frühestens nach fünf Minuten erfolgen.
  • Führen Sie über die gemessenen Werte ein Tagebuch. Dokumentieren Sie neben Datum und Uhrzeit auch Körperhaltung und den Messarm (rechts/links)
  • Wenn sich bei der Arzneimitteltherapie etwas ändert, sollte das auch im Blutdruckpass festgehalten werden.